Bremen müht sich in Top-Position: "Bin voller Vorfreude" | OneFootball

Bremen müht sich in Top-Position: "Bin voller Vorfreude"

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Im Erzgebirge blieb der SV Werder Bremen lange geduldig und holte letztendlich einen deutlichen 3:0-Sieg. Damit reicht den Grün-Weißen schon ein Punkt am letzten Spieltag, um den Aufstieg in die Bundesliga perfekt zu machen. So überzeugend, wie der Erfolg auf dem Papier war, fühlte er sich für die Bremer allerdings nicht an. Allerdings zeigte der SVW wieder den nötigen Willen.

"Tor war wichtig in der Phase"

Erzgebirge Aue ist bereits aus der 2. Bundesliga abgestiegen, doch gegen Bremen lieferten die Veilchen lange Zeit eine kämpferische Top-Leistung. Erst zu Beginn der zweiten Hälfte konnten die Gäste den Bann brechen und in Führung gehen – und die Ausgangslage im Aufstiegsrennen schlagartig verbessern. Denn mit drei Punkten vor dem dritten Rang ist der SVW nun in der Top-Position. "Wir freuen uns über den Sieg. Sicherlich sehr wichtig, zwei Spieltage vor Schluss. Jetzt geht’s weiter", wollte Cheftrainer Ole Werner aber nicht lange feiern.

Abgesehen vom überzeugenden Sieg auf Schalke (4:1) waren die letzten Partien der Bremer im Ergebnis durchwachsen. Entsprechend war auch die Erleichterung bei Werner groß. "In der ersten Halbzeit hatten wir schon mehr Probleme gehabt, mal einen Rhythmuswechsel zu haben", blickte der 34-Jährige auf den Spielverlauf zurück. "Das Tor von Marco Friedl war wichtig in der Phase, in der wir aus der Halbzeit kommen und das Spiel direkt entscheidend in unsere Richtung lenken." Ähnliche sahen es viele Spieler der Grün-Weißen, denn die Favoritenrolle im Erzgebirge war an diesem Tag eine schwere Bürde. Doch Bremen hielt dem Druck stand.

Füllkrug will nicht auf Punktgewinn spielen

"Wenn du gestern das Spiel gegen Schalke gesehen hast, die haben auch irgendwie gewonnen. Wir haben jetzt auch irgendwie gewonnen, aber die Art ist mir egal", erklärte beispielsweise Niklas Schmidt. Der offensive Mittelfeldspieler setzte mit dem dritten grün-weißen Treffer den Schlusspunkt in der Nachspielzeit. Auch Niclas Füllkrug pflichtete ihm bei: "Das 3:0 hört sich einfacher an, als es war." In der Offensive, die so oft in dieser Saison im Fokus stand, war es dem Mittelstürmer nicht gut genug. Trotzdem setzte sich am Ende die Qualität der Bremer durch. Das erforderte allerdings viel Geduld.

Nun reicht ein Punkt am 34. Spieltag gegen Regensburg, um die direkte Rückkehr in die Bundesliga zu schaffen. "Zu nächster Woche geht mir noch gar nichts durch den Kopf. Das wird ein ganz emotionales Spiel, aber wir müssen einen kühlen Kopf behalten, es souverän angehen, ruhig bleiben und das Spiel wie jedes andere spielen", gab Füllkrug vor. Auf das Unentschieden wolle der Angreifer nicht spielen, soviel stellte er bereits klar. Auch Ole Werner nordete seine Spieler ein: "Ich bin voller Vorfreude, dass wir im Saisonfinale dabei sind, wenn es um die begehrten Plätze geht. Aber der Blick gilt jetzt erst mal zu der Arbeit, die wir zu verrichten haben." Im Weserstadion wird dann sicherlich kein Platz leer bleiben, immerhin waren schon im Erzgebirge "überall eigentlich immer klar erkennbare grüne Flecken" dabei. Der Support für den Aufstieg sind dem SVW schon jetzt gewiss.

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