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·29. August 2025
Borussia in Stuttgart: »Das richtige Risikomanagement ist wichtig«

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·29. August 2025
Borussia Mönchengladbach reist am zweiten Bundesligaspieltag zum VfB Stuttgart (Anstoß am Samstag um 15:30 Uhr). Für das Team von Gerardo Seoane geht es darum, mit einem Erfolgserlebnis in die erste Länderspielpause zu gehen.
Die Bundesliga hat gerade angefangen, da steht auch schon eine Unterbrechung an. Die erste Länderspielpause folgt bereits nach dem zweiten Spieltag. Nimmt man den Umstand hinzu, dass das Transferfenster noch bis Montag geöffnet ist, so fühlt sich alles noch sehr halbgar an. Auch bei Borussia kann und soll es noch Veränderungen im Kader geben.
Dies betrifft vornehmlich einen angedachten Abgang von Julian Weigl. Der Ex-Kapitän ist noch da und trainiert mit – wird aber in Stuttgart nur dann zum Kader gehören, wenn seine Situation geklärt ist. »Julian ist in Gesprächen, und solange es keine finale Entscheidung gibt, konzentrieren wir uns auf Spieler, die voll dabei sind«, erklärte Gerardo Seoane am Donnerstag. Sollte sich der Wechsel zerschlagen, sei Weigl wieder »ein fester Bestandteil« seiner Planung.
Reyna »muss noch einiges aufholen«
Nicht planen kann Seoane für Stuttgart mit den Langzeitverletzten Ngoumou, Mohya und Kleindienst sowie dem erkrankten Swider. Dafür haben viele Fans gehofft, Neuzugang Giovanni Reyna könnte als Sofortlösung das gegen den HSV so schleppende Offensivspiel beleben. Doch Seoane machte deutlich, dass es allenfalls einen Kurzeinsatz des 22-Jährigen geben wird: »Gio muss noch einiges aufholen, wir haben alle seine Daten analysiert.« Die Vorbereitung in Dortmund war eingeschränkt, bei Testspielern kam der US-Amerikaner nicht zum Einsatz. Auch aufgrund der Verletzungshistorie von Reyna planen die Borussen, ihn behutsam heranzuführen.
Näher an seinem Startelfdebüt ist dagegen Shuto Machino. »Er hat die zweite Trainingswoche mitgemacht, hatte gegen den HSV einen Kurzeinsatz und kann sein Pensum steigern«, sagte Seoane. Es ist allerdings davon auszugehen, dass man auch bei Machino kein Risiko eingehen und die nächsten zwei Wochen nutzen wird, um ihn vollends fit zu bekommen. Insoweit dürfte der Japaner ebenfalls ein Einwechselkandidat sein. Damit sollte sich die Anfangself nicht groß von der gegen den HSV unterscheiden – Diks für Chiaradia könnte die einzige Veränderung sein.
Eine andere Aufgabenstellung als gegen den HSV
Unterscheiden wird sich allerdings die Konstellation am Samstag in Stuttgart vom Auftakt gegen den HSV am letzten Sonntag. »Ein Spiel wie gegen den HSV wird es nicht sein, es wird dynamischer, vor allem defensiv werden wir mehr gefordert sein«, sagte Seoane. Stuttgart sei wesentlich aktiver mit und ohne Ball, habe offensiv wie defensiv hohe Qualität und setze den Gegner stark unter Druck. »Wichtig wird sein, Lösungen gegen diesen Druck zu finden.«
Sich hinten reinstellen und abwarten soll nicht die Herangehensweise sein. »Aufwärts gilt es zwar generell, viel zu verteidigen, aber wir glauben an unsere technische Qualität und wollen dominant auftreten, wenn es die Spielsituationen zulassen. Wichtig ist das richtige Risikomanagement im Spiel«, betonte Seoane. Ob die Borussen in Stuttgart die passende Mischung finden, wird sich am Samstag zeigen. Und am Montag wird man dann auch endlich wissen, wie genau der Kader bis zur Winterpause aussehen wird.
von Redaktion TORfabrik.de | Foto: Norbert Jansen – Fohlenfoto