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VfL Wolfsburg

·1. Oktober 2022

Befreiungsschlag in der Nachspielzeit

Artikelbild:Befreiungsschlag in der Nachspielzeit

Wölfe feiern späten 3:2-Sieg gegen den VfB Stuttgart.

Der VfL Wolfsburg sicherte sich in der Nachspielzeit seinen ersten Heimsieg in dieser Saison und feierte einen 3:2 (2:2)-Erfolg gegen den VfB Stuttgart. Über 24.000 Fans sahen eine äußerst unterhaltsames Partie – mit dem glückliches Ausgang für die Hausherren. Serhou Guirassy hatte die Gäste in der 21. Spielminute etwas überraschend in Führung gebracht, doch die Niedersachsen antworteten prompt. Omar Marmoush erzielte mit einem Distanzschuss das 1:1, ehe Maximilian Arnold zum 2:1 für die Hausherren traf (38.). Doch Stuttgarts Konstantinos Mavropanos nutzte eine Ecke kurz vor dem Pausenpfiff zum 2:2 (45.). Im zweiten Durchgang gab es durchaus Chancen auf weitere Treffer, doch keines der beiden Teams konnte seine Möglichkeiten nutzen. Erst nach Ablauf der offiziellen Spielzeit gelang Yannick Gerhardt der Lucky Punch für die Wölfe (90+1). Am Samstag, 8. Oktober, gastieren die Niedersachsen beim FC Augsburg. Anstoß ist um 15.30 Uhr.

Personal

Vor der Länderspielpause gastierten die Niedersachsen bei Union Berlin. Im Vergleich zu der 0:2- Auswärtsniederlage gab es in der ersten Elf vier Veränderungen. Yannick Gerhardt, Jakub Kaminski, Patrick Wimmer und Omar Marmoush spielten für Bartol Franjic, Josip Brekalo, Luca Waldschmidt und den verletzten Lukas Nmecha (Kniebeschwerden) von Beginn an. VfB-Coach Pellegrino Matarazzo brachte dagegen mit Pascal Stenzel nur einen neuen Spieler aufs Feld.

Spielverlauf

In der ersten Viertelstunde hatte sich der VfL schon einige gute Torchancen herausgespielt. Erst verpasste Wimmer mit seinem Kopfball die Führung (9. Minute), dann scheiterten Gerhardt (14.) und Marmoush (15.) am stark reagierenden VfB-Keeper Florian Müller. Die größte Möglichkeit zum ersten Torerfolg an diesem Nachmittag hatte schließlich Ridle Baku, der jedoch den Abstauber aus kurzer Distanz nicht unter Kontrolle bringen konnte (20.). Nachdem sich die Schwaben das offensive Treiben der Gastgeber angesehen hatten, schlugen sie eiskalt zu. Nach einem schnellen Angriff brachte Guirassy die Stuttgarter überraschend in Front (21.). Doch die Wölfe zeigten sofort Charakter und glichen zwei Minuten später durch Marmoush aus (23.). Es entwickelte sich eine muntere und offene Partie, in der die Grün-Weißen sogar in Führung gehen konnten. Arnolds Distanzschuss ließ Stuttgarts Torwart durch die Finger gleiten – aber auch hier folgte die Antwort schnell. Mavropanos Kopfball markierte den 2:2-Halbzeitstand (45.).

Nach dem Seitenwechsel war es auf dem Rasen etwas ruhiger. Es dauerte bis zur 57. Minute, ehe die erste Torchance zu verzeichnen war – die hatte es allerdings in sich. Denn nur die Latte rettete den VfL vor einem erneuten Rückstand. Bei den Grün-Weißen fehlte nach einer Stunde die Durchschlagskraft, die Schwaben konzentrierten sich hingegen aufs Kontern. Beide Teams kämpften verbissen und schenkten sich in den Zweikämpfen nichts. Einmal mehr in Topform präsentierte sich VfL-Keeper Koen Casteels, der in höchster Not vor Mavropanos rettete (73.). Auf der anderen Seite lupfte Kaminski knapp übers VfB-Gehäuse (74.). Zum Ende der Partie erlaubten sich die Wolfsburger einige Unsicherheiten im Spielaufbau und schlugen dann doch noch einmal zu. Mattias Svanberg verlängerte am kurzen Pfosten und fand Yannick Gerhardt, der aus kurzer Distanz den zweiten Saisonsieg klar machte (90.+1).

Tore

  1. 1:0 Guirassy (21.): Eiskalte Stuttgarter: Über links macht der VfB Druck. Hiroki Ito bringt die Kugel scharf vors Tor der Wolfsburger. Im Fünfmeterraum setzt sich Serhou Guirassy durch und jagt den Ball oben links in den Winkel.  
  2. 1:1 Marmoush (23.): Was für eine Antwort: Auch die Wölfe machen über links Tempo. Kaminski sieht Marmoush, der sehr platziert aus knapp 16 Metern zum umjubelten Ausgleich trifft.  
  3. 2:1 Arnold (38.): Die linke Klebe machts: VfL-Kapitän Maximilian Arnold probiert es einfach mal aus der Ferne. Der Ball rutscht VfB-Keeper Müller über die Finger und landet zum 2:1 für die Wolfsburger im Tor.  
  4. 2:2 Mavropanos (45.): Nein – mit dem Pausenpfiff gleichen die Stuttgarter aus! Die Gäste führen eine Ecke kurz aus und in der Mitte nickt Mavropanos ins rechte Eck.  
  5. 3:2 Gerhardt (90.+1): Da ist der Lucky Punch: Yannick Gerhardt steht knochenfrei vor dem VfB-Tor und vollstreckt zum 3:2. Das ist der erste Heimsieg für den VfL in dieser Saison!

Aufstellungen und Statistiken

VfL Wolfsburg: Casteels – Baku, Lacroix (85. Bornauw), van de Ven, Otavio – Arnold, Svanberg, Wimmer (85. F. Nmecha), Gerhardt, Kaminski (76. Paredes) – Marmoush (90. Franjic)

Ersatz: Pervan (Tor), Fischer, Guilavogui, Philipp, Waldschmidt

VfB Stuttgart: F. Müller – Mavropanos, Anton, Ito – Stenzel (77. Zagadou), Karazor, Führich (77. Tiago Tomas), W. Endo (68. Millot), Ahamada (87. Egloff) – Guirassy (77. L. Pfeiffer), Silas

Ersatz: Bredlow (Tor), Zagadou, Coulibaly, Nartey, Perea

Tore: 1:0 Guirassy (21.), 1:1 Marmoush (23.), 2:1 Arnold (38.), 2:2 Mavropanos (45.), 3:2 Gerhardt (90.+1)

Gelbe Karten: Guirassy, Anton, Karazor, Millot, Matarazzo / Wimmer, Baku, Arnold

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

Zuschauende: 24.125 am Samstagnachmittag in der Volkswagen Arena

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