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Bayerns Transfer-Angriff schon im Herbst beschlossen

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Der FC Bayern hat im Transfersommer mit einigen spannenden Deals gepunktet. Sadio Mane, Matthijs de Ligt oder Mathys Tel: Die Investitionen sowohl für Spitzenspieler, als auch für Top-Talente sind beachtlich. Zugrunde liegt ein Strategie-Wechsel bei Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic, der offenbar von langer Hand geplant war.

Wie Sport Bild berichtet, haben der Vorstandsvorsitzende und der Sportchef frühzeitig gemeinsam die Idee entwickelt, nach der Rückkehr der Zuschauer in die Stadien infolge der Lockerung der Corona-Einschränkungen deutlich in die Mannschaft zu investieren. Bereits im Herbst 2021 stellte das Führungsduo demnach dem Aufsichtsrat entsprechende Pläne vor. Kahn und Salihamidzic erläuterten darin, dass der Vorstand künftig mehr Risiko bei Transfers gehen wolle. Das Ziel sei, frühzeitig Profis zu verpflichten, "die nicht nur große Namen, sondern auch die nötige Bayern-Mentalität besitzen", heißt es im Magazin.

Besser auch im Verkaufen

Erst anschließend soll durch Verkäufe eine gewisse Gegenfinanzierung von Top-Deals gewährleistet werden. Der Vorstand um Kahn und 'Brazzo' habe dahingehend bereits seinerzeit die Verantwortung auf sich genommen, auch Spieler für gutes Geld zu verkaufen. Dies war gerade Salihamidzic in der jüngeren Vergangenheit als Versäumnis vorgeworfen worden, weil Spieler wie David Alaba, Jerome Boateng oder zuletzt Niklas Süle ablösefrei gingen. Der Strategie-Wechsel hat sich ausgezahlt: Neben Robert Lewandowski haben in diesem Sommer auch Reservisten wie Chris Richards, Omar Richards und Marc Roca Geld in die Kassen gespült, Tanguy Nianzou wird wohl bald folgen (fussball.news berichtete).

Erst Mane, dann de Ligt und schließlich Tel

Die grundlegenden Planungen für die Umbau-Arbeiten am Kader entstammen also dem Herbst 2021. Konkreter wurde es dem Bericht zufolge aber doch erst gegen Ende der vergangenen Saison. Nach der eher schwachen Rückrunde wuchs die Überzeugung, das Gesicht der Mannschaft brauche eine gewisse Veränderung. Zudem wurde das Lewandowski-Thema immer größer. Im Mai wurde mit Mane der erste Hochkaräter vom Aufsichtsrat abgesegnet, es folgte de Ligt, der schon seit Monaten weit oben auf der Wunschliste stand, womöglich aber nicht gekommen wäre, wenn es bei Lewandowski nicht zum Bruch gekommen wäre. Schließlich zahlten die Münchner auch noch viel für Tel, der als potenzieller Weltstar gilt, den Julian Nagelsmann nun formen kann. Salihamidzic erfährt überall Lob für seine Transfers und soll so noch diesen Monat eine Vertragsverlängerung erhalten.

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