Basler 2.0

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Einstmals gab es in der Fußball-Bundesliga einen Spieler, der auch liebevoll als Enfant terrible bezeichnet wurde. Mario Basler. Fußballerisch begnadet, doch immer mit dem Talent, das nächste Fettnäpfchen mit traumwandlerischer Sicherheit zu treffen. Ob Prügelei, vertragliche Schwierigkeiten, ob Stress mit Trainern oder Mitspielern, Mario hat nichts ausgelassen.

Bis zum Hals Weltklasse, oberhalb Kreisklasse.So urteilte einer seiner größten Förderer, Otto Rehhagel, schon früh über Mario B.

Bin ich eigentlich der einzige, der sich ob der letzten Gerüchte um den Eintracht-Spieler Amin Younes an den guten alten Super Mario erinnert fühlt? Angeblich Stress mit dem ehemaligen Übungsleiter, angeblicher Anpfiff durch den neuen Übungsleiter, Schwierigkeiten in der Mannschaft, Wunsch nach mehr Geld, und nun der Wechselwunsch auf die arabische Halbinsel. Nur ein Auszug aus dem, was sich um den Spieler in den letzten Monaten so gerüchtete.

Dass das alles derzeit nur Gerüchte sind, sei an dieser Stelle ausdrücklich festgehalten.

Aber ganz ehrlich, als er nach Frankfurt kam, war er von der N11 soweit entfernt wie Jogi Löw vom EM-Titel. Ein Dreivierteljahr später war er wieder dabei. Klar, es hat nicht zur EM gereicht, aber immerhin. Er spielte wie ein junger Gott, einige der älteren Bauernfans werden sich noch erinnern. Dann kam der Bruch im Dortmundspiel, erste Hälfte war er Freiwild für Hummels und Co., und dann? Keine Ahnung, was in der Kabine passierte, aber seitdem ist die Luft raus. In jeder Hinsicht.

Ach ja, eins noch vorweg: wenn er sagt, dass er bleiben will, gerne. Er ist ein Spieler, der in Topform den Unterschied machen kann. Dann muss er aber auch mit ganzem Herzen dabei sein.

Wenn er allerdings weg will, dann muss man halt eine Lösung finden. Eine Lösung mit den großen W’s. Win-win-Situationen nennt man sowas.

Und da vertraue ich auf die sportliche Leitung. In jeder Hinsicht. Krösche, übernehmen Sie.

Titelbild: Imago Images

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