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Banner beim Testspiel: “1860 – Against Sportswashing – Scheiss auf die Scheichs!”

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Löwenmagazin

Beim Testspiel des TSV 1860 München gegen SV Guntamatic Ried in Windischgarsten kam es zu einer ersten Protestaktion gegen das Freundschaftsspiel gegen Newcastle United.

Auf einem Banner war “1860 – Against Sportswashing – Scheiss auf die Scheichs!” zu lesen. Hintergrund des Protests ist das geplante Spiel des TSV 1860 München gegen Newcastle United. Stattfinden soll es am 15. Juli 2022. Der Vorwurf an die Geschäftsführung der Löwen: man unterstützt das Sportswashing von Saudi-Arabien.

Newcastle wurde vergangenes Jahr an ein Konsortium verkauft, dass zu 80 Prozent dem Saudi-Arabischen Staatsfond gehört. Saudi-Arabien wird von einer streng konservativ islamischen Monarchie geführt. Die grundlegenden Menschenrechte werden nicht geachtet. Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit gibt es nicht. Die Rechte von Frauen sind eingeschränkt und Homosexualität steht unter Strafe. Massenhinrichtungen werden teilweise öffentlich durchgeführt. Mit dem Kauf von Newcastle wirft man Saudi-Arabien Sportswashing vor.

Was ist Sportswashing?

Sportswashing ist eine Wortzusammensetzung aus Sport und Whitewashing. Damit wird die Bestrebung bezeichnet, das Ansehen eines autoritären Staates durch die Veranstaltungen von Sport-Events oder den Kauf von Klubs in den Medien zu verbessern. Mit dem Kauf von Sportveranstaltungen oder Klubs will man über die eigenen Missstände (Menschenrechtsverletzungen, Diskriminierungen, etc.) hinwegtäuschen. Diktatorische und autokratische Herrscher möchten mit ihren Investitionen einen positiven Eindruck von Globalisierung, Weltoffenheit und Freiheit signalisieren. Saudi-Arabien kauft seit Jahren systematisch Sportveranstaltungen.

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