Arminia startet historisch schlecht: "Negativspirale zum Stoppen bringen" | OneFootball

Arminia startet historisch schlecht: "Negativspirale zum Stoppen bringen"

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Als einer der Favoriten auf den Aufstieg gestartet, findet Arminia Bielefeld überhaupt nicht in die Saison. Am Samstag verlor der Klub von der Ostalb durch das 0:2 gegen den Hamburger SV auch sein viertes Ligaspiel, muss so den schlechtesten Zweitligastart der Geschichte hinnehmen und steht auf dem vorletzten Platz. Dementsprechend bedient waren die Fans nach der Partie.

Fanfrust "absolut berechtigt"

Mit einem gellenden Pfeifkonzert wurden die Hausherren nach dem Abpfiff von vielen Fans verabschiedet. Die Stimmung bei den Ostwestfalen ist am Tiefpunkt. "Es ist nie schön, wenn man verliert. Wenn man sich dann die negativen Reaktionen der Fans nach dem Spiel anhören muss, welche vollkommen zurecht sind, muss man geschlossen als Mannschaft geradestehen", sagte Kapitän Fabian Klos zu den Unmutsäußerungen der Anhänger.

Auch nach dem vierten Spiel ist die Truppe von Trainer Uli Forte noch ohne Punkt und steht auf Rang 17. Für den 48-Jährigen, der das Traineramt erst vor der Saison angenommen hatte, ist es nach den Pleiten gegen Sandhausen (1:2), Regensburg (0:3), Rostock (1:2) und nun den HSV schon jetzt sehr ungemütlich. "Ich habe den Fans am Zaun gesagt, dass der Frust absolut berechtigt ist und in mir und den Spielern genauso groß ist. Ich habe auch keinen Bock jetzt nach Hause zu fahren und zu denken, warum wir das Spiel nun schon wieder verloren haben", schilderte Klos seine Gefühlswelt.

HSV-Tor selber aufgelegt

Es müsse das Ziel sein, "in die Halbzeit zu gehen und ein 0:0 stehen zu haben, um in der zweiten Hälfte ein offenes Spiel zu haben. Wenn das nicht funktioniert, ist klar, dass die Köpfe erstmal runtergehen". Dass es nicht torlos in die Kabine ging, lag an einem eklatanten Fehler in der 28. Minute. Oliver Hüsing spielte einen Ball unbedrängt in die Füße von Sonny Kittel, der auf Ransford-Yeboah Königsdörffer legte – 1:0 für die Gäste. "Wenn der HSV schon viel Ballbesitz hat, dürfen wir sie nicht noch zum 0:1 einladen. Das war ein Knickpunkt", so Trainer Forte.

Im zweiten Durchgang spielte die Arminia zwar besser, fing sich nach einem Ballverlust im Spielaufbau in der 74. Minute jedoch das 0:2 durch Laszlo Benes. Es war die Vorentscheidung. "Die bereits eingetretene Negativspirale, die seit Februar bereits besteht, müssen wir zum Stoppen bringen. Ansonsten wird sie sich immer schneller und intensiver drehen. Den Start hätte ich mir sehr gerne anders gewünscht, doch Fußball ist eben kein Wunschkonzert", meinte der Coach.

"Harte Arbeit, Gas geben"

Auch Klos wünscht und erhofft sich nun eine Reaktion vom Team: "Wir haben keine Zeit zu verlieren, damit wir nicht direkt von vornherein in den Abstiegskampf hineingeraten. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir die nötige Qualität haben. Das Einzige was jetzt hilft: Harte Arbeit, Gas geben und den Glauben nicht verlieren. Das werde ich nicht zulassen." Am kommenden Sonntag gehts für den DSC zum 1. FC Heidenheim.

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