Ann-Sophie Kimmel im Gespräch: „Der Frauenfußball hat es verdient“ | OneFootball

Ann-Sophie Kimmel im Gespräch: „Der Frauenfußball hat es verdient“

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Spotlight | Der Frauenfußball erfährt in den letzten Jahren einen Aufschwung, seit diesem Jahr sorgt auch die reformierte Champions League für mehr Aufmerksamkeit und Strahlkraft. Im Podcast mit DAZN-Producerin und Field-Reporterin Ann-Sophie Kimmel sprachen wir über die spannende Entwicklung.

Frauenfußball: „Es geht um Sichtbarkeit“

Seit dieser Saison hat man die Möglichkeit, die reformierte UWCL auf DAZN zu verfolgen. Der Streamingdienst hat sich vorgenommen, dem Frauenfußball eine noch größere Bühne zu bieten und ermöglicht allen Interessierten, alle Spiele der Gruppenphase auch kostenlos auf YouTube zu verfolgen. Im Gespräch mit Ann-Sophie Kimmel von DAZN haben wir einen Blick auf die Entwicklung rund um den Frauenfußball geworfen. „Der Frauenfußball hat es auf jeden Fall verdient und wenn man es ordentlich macht, dann wird es sich auf jeden Fall auch auszahlen“, ordnet die Producerin den neuen TV-Deal ein.

Auch die Entwicklung, dass immer mehr große Klubs ihre Mittel nutzen, um eigene Frauenmannschaften nicht nur zu stellen sondern auch zu fördern ist eine der positiven Entwicklungen der letzten Jahre. Eine Verpflichtung für Bundesliga-Mannschaften, auch eine Frauenmannschaft zu stellen sieht Kimmel allerdings kritisch. „Es muss das Bewusstsein da sein: Hey wir wollen das Ganze unterstützen und wir wollen das Ganze fördern.“ Eine einfache Pflichterfüllung sei da nicht hilfreich, man müsse mit „Herzblut“ dabei sein.

„Wenn wir es machen, dann machen wir es richtig“

Diese Herangehensweise gilt dabei auch für die übertragenden Sender selber. „Bei Bayern gegen Lyon waren wir mit sechs On-Air-Gesichtern vor Ort. Weil wir eben gesagt haben: Wenn wir es machen, dann machen wir es richtig. Weil es uns wichtig ist und weil wir eben auch zeigen wollen uns ist das wichtig.“ Angesprochen auf die Förderung von Nachwuchstalenten gibt es derweil noch eine Menge Nachholbedarf. Internate, Förderprogramme, alles was bei den Männern schon in jungem Alter dazugehört ist bei den Frauen nicht unbedingt Usus. Kimmel sieht hier einen Grund auch darin, dass Frauenfußball lange nicht als lukrativer Karriereweg wahrgenommen wurde und wird. „Frauenfußball ist relativ lange ein Hobby.“

Großen Ausbaubedarf in Deutschland sieht die Producerin vor allem bei den Zuschauerzahlen vor Ort. „In England, in Spanien, in Frankreich hast du zehntausend Menschen vor Ort, da spielst du in den großen Stadien“. Die Frage wie man mehr Fans in die Stadien bekommt sei eine sehr dringliche, die man schnell beantworten sollte. In dem Podcast spricht unser Redakteur Julius Eid mit Ann-Sophie Kimmel nicht nur über die genannten Themen, sondern wirft auch einen Blick auf die sportliche Situation in der UWCL. Wer ist Favorit auf den Titelgewinn? Das gesamte, über 30-minütige Gespräch könnt ihr in der aktuellen Spezialausgabe von Ballon’Ohr hören.

Photo by DAZN/Lukas Mengeler

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