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·21. August 2019
„Anderes Auftreten“: Schneider definiert Schalke-Ziele unabhängig von der Tabelle

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·21. August 2019
Der FC Schalke 04 hat sich zum Bundesliga-Auftakt beim Europapokalteilnehmer Borussia Mönchengladbach ordentlich aus der Affäre gezogen. Das torlose Remis war bei weitem kein Augenschmaus, erfüllte aber doch die Kriterien, anhand derer die Königsblauen ihre Saison bewerten wollen. Jochen Schneider sieht die Tabelle dieses Jahr als zweitrangig an.
„Wir wollen ein anderes Auftreten in den Spielen sehen“, zitiert Sport Bild den Sportvorstand der Knappen. Als Maßstäbe für eine erfolgreiche Spielzeit gilt ihm „mehr Leidenschaft, mehr Feuer, mehr Kampf“ als in der Vorsaison. In der bewegten sich die Schalker zeitweise im Bereich des Abstiegskampfs, brachten durch blutleere Auftritte selbst eingefleischte Fans gegen sich auf. „So eine Saison wie die abgelaufene darf sich nicht wiederholen“, sagt Schneider deshalb klar.
Altlasten erschweren die Arbeit
Dass der FC Schalke 04 auf konkrete Saisonziele hinsichtlich einer Tabellenplatzierung verzichtet, dient wohl nicht zuletzt auch dem Selbstschutz. Mit dem aktuellen Kader wäre etwa das Anpeilen einer Rückkehr nach Europa äußerst ambitioniert. Schneider und Co. leiden weiter unter Altlasten, die vor allem unter Christian Heidel angehäuft wurden. Dessen teure Fehlgriffe auf dem Transfermarkt beschneiden die aktuelle Führungsmannschaft in ihrer Handlungsfähigkeit. Nach den teuren Einkäufen von Ozan Kabak und Benito Raman reicht das Geld aktuell nicht für einen dringend gesuchten Linksverteidiger.
Links hinten und im Sturmzentrum fehlt das Geld
Philipp Max und Ricardo Rodriguez bleiben dem Bericht zufolge die heißesten Anwärter auf Schalke. Bevor aber für Nabil Bentaleb, Hamza Mendyl und Yevhen Konoplyanka Einnahmen fließen, ist wohl allenfalls eine kostengünstige Ausleihe möglich. Der FC Augsburg zeigt sich zwar laut eines Berichts des kicker bei Max plötzlich gesprächsbereit, was ein solches Geschäft angeht. Doch ganz akut steht ein Transfer wohl nicht bevor. Und selbst wenn der gesuchte Linksverteidiger da wäre, bliebe noch immer eine Lücke im Angriffszentrum zu besetzen. Bei solch wichtigen Baustellen ist die Fokussierung auf Auftritte, die das Publikum wieder hinter das Team bringen, wohl gesünder als eine Konzentration auf einen bestimmten Tabellenplatz.