Allofs: „Das hat Tradition bei Werder“ – „Großer Favorit“ in der Relegation

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Werder Bremen hat sich durch ein berauschendes 6:1 gegen Köln am letzten Spieltag der Bundesliga noch auf Platz 16 geschoben. Die Grün-Weißen profitierten dabei auch von der Niederlage von Fortuna Düsseldorf bei Union Berlin und erwarten nun am heutigen Sonntag ihren Gegner für die Relegation. Klaus Allofs sieht seinen Ex-Klub in der Favoritenrolle.

„Die Geschichte von Werder ist eigentlich schon ein Wunder. Die Titel, die geholt worden sind, viele Comebacks, unmögliche Situationen noch zum Positiven gewendet: Das hat Tradition bei Werder“, so der frühere Sportchef in der Sky-Sendung ‚Wontorra‘. Der neuerliche Ritt auf der Rasierklinge mit zunächst gutem Ausgang beeindruckt Allofs dabei umso mehr, weil er ohne den wichtigen Rückhalt der Zuschauer erfolgte. „Das hat die Mannschaft ohne das Publikum geschafft, das hat bei Werder immer eine große Rolle gespielt.“

Allofs rechnet mit dem Nordderby

Allofs glaubt nun wohl, dass die Leistungsexplosion mit dem erst zweiten Heimsieg der Saison den nötigen Schub für die Relegation verleiht. Bremen sei der „große Favorit“, so der einstige Torjäger. „Man hat die Gelegenheit in der Liga zu bleiben und nur darum geht es.“ Er rechnet derweil mit dem Duell, das Fußball-Deutschland wohl mehr elektrisieren würde, als wenn der 1.FC Heidenheim am heutigen Sonntag Platz drei klarmacht: mit einem Nordderby um die Bundesliga-Zugehörigkeit gegen den HSV.

„Man kann fast froh sein“ über die Fortuna-Pleite

Dass dies im Bereich des Möglichen liegt, hat zu einem gewissen Grad auch der 1.FC Köln zu verantworten. Die Gäste kamen mit großen Worten nach Bremen, wollten auf keinen Fall Geschenke verteilen und so zum Zünglein an der Waage des Abstiegs werden. „Sie haben auch ganz gut angefangen und in der ersten 15 Minute das Übergewicht. Dann haben sie sich aber schon die Dinger auf eine ziemlich leichte Art reinhauen lassen“, so Allofs. Letztlich sei es deshalb wohl ganz gut, dass Düsseldorf die eigenen Hausaufgaben nicht mal teilweise erledigte. „Man kann fast froh sein, dass Fortuna nicht unentschieden gespielt hat und am Ende das Torverhältnis entschieden hätte.“ Dann wäre die Entrüstung über den 1.FC Köln sicher größer als die Anerkennung für Werder.