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Alles neu in der Bundesliga? Das erwartet uns in der neuen Saison!

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Jan Schultz

Am Freitag ist es endlich so weit: Die 1. Bundesliga startet in ihre 60. Saison. Trotz dieses stolzen Alters ist das deutsche Oberhaus noch längst nicht in die Jahre gekommen – und hält auch in dieser Spielzeit ein paar Neuerungen bereit. Wir geben dir einen Überblick, was uns so erwartet.

Mehr Zuschauermagneten

Mit Robert Lewandowski und Erling Haaland hat die Bundesliga ihre zwei vermeintlich größten Attraktionen verloren. Das gilt aber wirklich nur auf dem Papier, denn die deutschen Fußballfans gehen auch im Jahr 2022 noch immer primär für ihren Lieblingsklub ins Stadion. Oder eben für besondere Duelle.



So wie etwa die Mutter aller Derbys, die nach einem Jahr Pause dieses Jahr wieder auf dem Programm steht. Schalke und Dortmund freuen sich aber nicht nur aufeinander, sondern auch auf den VfL Bochum. Tolle Derbys stehen indes auch in der Hauptstadt und im Rheinland an.

Generell ist dabei festzuhalten, dass mit Schalke und Bremen zwei Teams ins Oberhaus zurückgekehrt sind, die nicht nur Scharen an Fans anziehen, sondern eben auch große Stadien haben. Da können Fürth und Bielefeld einfach nicht mithalten.

Volle Stadien

Man hat sich an den Anblick von vollen Rängen ja schon wieder gewöhnt: So war es schließlich im vergangenen Saisonfinale, so war es zuletzt auch bei der Europameisterschaft der Frauen. Tatsächlich gab es die vollen Stadien zu Saisonbeginn aber schon seit 2019 nicht mehr.

Denn 2020 und 2021 waren zum Auftakt ob der Corona-Auflagen wenige bis gar keine Zuschauende erlaubt, die Beschränkungen änderten sich im Laufe der Spielzeiten jeweils. Da mittlerweile praktisch gar keine Auflagen mehr gelten, dürfen sich die Klubs wohl die ganze Saison über auf volle Arenen freuen – sofern es denn Richtung Winter keine Anpassungen vonseiten der Politik gibt.

Frische Ideen

Allein aufgrund der zwei oder drei Mannschaften, die jedes Jahr aufsteigen, gibt es stets mindestens zwei neue Übungsleiter im Oberhaus. Diesen Sommer sind es sogar acht! Neben den beiden Aufsteigern sorgen auch Hertha, Dortmund, Augsburg, Wolfsburg, Hoffenheim und Gladbach für frischen Wind.

So ist zumindest der Plan der acht Klubs und ihrer Trainer. Das ist wiederum nicht nur für die Fans des jeweiligen Klubs spannend, sondern durchaus auch aus neutraler Sicht. Gleich mehrere der Trainerneulinge (oder auch -rückkehrer) haben sich offensiven Fußball auf die Fahne geschrieben.

Spannende Talente

Mit Sadio Mané und Matthijs de Ligt sind zwei echte Topstars in die Bundesliga gewechselt, auf die sich vor allem die Anhänger des FC Bayern freuen dürften. Ansonsten setzen die Vereine aber vor allem wieder auf Talente, von denen einige als ganz besonders hochbegabt gelten.

So angelte sich Borussia Dortmund mit Karim Adeyemi einen deutschen Nationalspieler, Bayer Leverkusen holte mit dem Tschechen Adam Hložek eines der größten Stürmertalente Europas und Eintracht Frankfurt schnappte sich Randal Kolo Muani. Diese Liste ließe sich noch lange fortsetzen, praktisch in jedem Verein finden sich so spannende Talente.

Diesmal ein echter Titelkampf?

Ja, ja, ja. Zehn Jahre in Folge haben die Bayern die Meisterschaft gewonnen, oft genug mit einem riesigen Vorsprung auf die sogenannten Verfolger. Gut möglich also, dass die Hoffnung auf einen plötzlich wieder spannenden Titelkampf nichts weiter als verzweifeltes Wunschdenken ist. Gewisse Anhaltspunkte gibt es aber doch.

Borussia Dortmund hat auf dem Transfermarkt in diesem Sommer bekanntermaßen groß zugeschlagen, mit Niklas Süle unter anderem einen Stammspieler der Bayern verpflichtet. Das ist nicht unbedingt eine verbale, dennoch aber eine gewisse Ansage an die Münchener. Und als solche darf auch der Transfersommer von Leipzig sowie Leverkusen verstanden werden.

Die Sachsen verlängerten mit Christopher Nkunku, Deutschlands Fußballer des Jahres. Dazu holten sie mit David Raum einen deutschen Nationalspieler, in Timo Werner könnte zeitnah noch ein weiterer folgen. Die Werkself wiederum musste keinen ihrer begehrten Stammspieler abgeben, Patrick Schick, Florian Wirtz verlängerten sogar. Kurzum: Die Ausgangslage bei den wahrscheinlichsten „Verfolgern“ war lange nicht mehr so gut wie in diesem Jahr.