Ärgert Stade Reims PSG erneut?

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Vorschau | Das Topspiel des fünften Spieltages in der Ligue 1 führt PSG zu Stade Reims. Das Heimteam ist schlecht in die Saison gestartet und PSG Favorit. Doch die Vergangenheit hat gezeigt: Stade Reims weiß, wie man PSG schlägt.

Anpfiff der Partie ist am Sonntag, 21.00 Uhr, Live auf DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat).

  • Stade Reims holte nur einen Punkt aus den ersten vier Spielen
  • PSG kommt nach zwei Niederlagen zum Start immer besser in Schwung
  • Stade Reims gewann die letzten beiden direkten Liga-Duelle mit PSG

Stade Reims – schlechter Start, gute Bilanz gegen PSG

Der Traum ist früh ausgeträumt. In der vergangenen Spielzeit erarbeitete sich Stade Reims zur Überraschung vieler als Fünftplatzierter der Ligue 1 die Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation. Nachdem das Team die Zweitrundenpartie beim Servette FC in der Schweiz mit 1:0 gewann, schied Reims am vergangenen Donnerstag beim ungarischen Club MOL Fehérvár nach einem 0:0 schließlich im Elfmeterschießen mit 1:4 aus.
Die Mannschaft von Trainer David Guion (52) hat in dieser Spielzeit schon sechs Pflichtspiele absolviert, das sind die meisten der Liga. Gewonnen haben sie davon nur ein einziges und in der Liga holte Stade Reims erst einen Punkt.

Einem 2:2-Unentschieden bei der AS Monaco zum Auftakt folgten drei Niederlagen. Gegen Lille und Angers verlor Reims mit 0:1, beim FC Metz gab es ein 1:2. Reims ließ trotz recht defensiver 4-2-3-1-Formation gegen Monaco viel zu: Die Kovac-Elf hatte fast dreimal so viele Abschlüsse (34:13) und 76 Prozent Ballbesitz. Gegen Lille gelangen nur halb so viele Schüsse wie dem Gegner und Angers schoss wieder fast drei mal so häufig in Richtung Tor wie Reims. Am vergangenen Wochenende in Metz spielte Reims noch passiver, als in den beiden Partien zuvor, ließ aber weniger zu. Trainer Guion war zum offensiveren 4-3-3-System zurückgekehrt und seinem Team gelang auch ein Treffer.

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Im Angriff fehlt es aber noch an Lösungen. Das zeigte auch das Europacupspiel in Ungarn. Positiv aufgefallen ist bisher Mittelstürmer Boulaye Dia (23), der in der Liga in drei Spielen zweimal traf. Dia ist flexibel einsetzbar und kann auch auf der rechten Außenbahn spielen. In der vergangenen Spielzeit traf er siebenmal, diesen Wert könnte er in dieser Saison übertreffen.

Ein anderer spannender Stürmer ist der erst 18-jährige El Bilal Touré. Auch er kann im Sturmzentrum und als Rechtsaußen spielen, in vier Partien gelangen ihm bisher ein Tor und eine Vorlage. Im Januar kam er aus Mali nach Reims und traf schon in der vergangenen Saison in sieben Spielen dreimal. Was Reims statistisch aber am meisten Hoffnung macht, ist die Bilanz gegen PSG.

PSG – der Angriffsexpress kommt dank des Schnellsten ins Rollen

Das letzte Pflichtspiel gegen Stade Reims gewann PSG im Ligapokal mit 3:0, davor setzte es in Liga aber zwei Pleiten. 2:0 gewann Reims vor fast genau einem Jahr in Paris und auch am letzten Spieltag der Saison 2018/19 besiegte der Außenseiter PSG beim 3:1-Heimerfolg. Auch die beiden vorigen Male, in denen Paris in der Liga nach Reims musste, gewann PSG nicht. Im September 2015 gab es ein 1:1 und im August 2014 ein 2:2-Unentschieden. Paris letzter Ligasieg in Reims ist fast sieben Jahre her. Im November 2013 konnte der Hauptstadtklub mit 3:0 gewinnen. Ein Ergebnis, das auf den ersten Blick auch heute möglich scheint.

Denn PSG ist nach dem Stotterstart mit zwei knappen Pleiten scheinbar wieder in Form. Mit 1:0 gewann das noch ersatzgeschwächte Team von Trainer Thomas Tuchel (47) gegen Metz, ehe mit Nizza ein ambitionierter Club in dessen Stadion mit 3:0 besiegt wurde. Kylian Mbappé (21) war in dieser Saison nach einer Corona-Infektion erstmals dabei und leitete den letztlich klaren Sieg mit einem Elfmeter ein. PSG und Nizza waren lange Zeit auf Augenhöhe, erspielten sich ähnlich viele Chancen und hatten gleichermaßen Spielanteile. Die Pariser Chancenverwertung machte den Unterschied.

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Entscheidend war vor allem die Rückkehr von Mbappé. PSG hat mit ihm mehr Tempo und mehr Ideen im Angriff. Der zweite große Fixpunkt im Pariser Spiel, Neymar (28), dürfte nach abgesessener Rot-Sperre gegen Reims in die Startelf zurückkehren. Eine Rückkehr Neymars würde das Pariser Angriffsspiel noch einmal deutlich beleben. Ohne die beiden Superstars Neymar und Mbappé tat sich PSG zuletzt schwer. Fehlen werden die gesperrten Layvin Kurzawa (28) und Angel Di María (32). Juan Bernat (27) fehlt weiterhin wegen eines Kreuzbandrisses.

Prognose

Die Zahlen des Saisonstarts lügen nicht: Stade Reims und PSG haben noch einige Probleme. Reims hat nicht die Qualität des Vorjahres und PSG muss auch ohne Neymar und Mbappé Lösungen im Angriff finden. Wenn beide heute Abend spielen, ist ein Sieg aber sehr wahrscheinlich.

Mögliche Aufstellungen:

Stade Reims: Rajkovic – Foket, Faes, Abdelhamid, Konan – Chavalerin, Cassamá, Berisha – Kutesa, Dia, Zeneli

PSG: Navas – Florenzi, Marquinhos, Kimpembe, Bakker – Draxler, Verratti, Gueye – Neymar, Icardi, Mbappé

(Photo by Valery Hache AFP via Getty Images)

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