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Helge Wohltmann·30. MÀrz 2023

đŸŽ„ "Absurd", "Riesige Scheiße": So tobt Köln nach der Transfersperre

Artikelbild:đŸŽ„ "Absurd", "Riesige Scheiße": So tobt Köln nach der Transfersperre

Zwei Tranferfenster lang darf der 1. FC Köln keine neuen Spieler holen, sollte ein Einspruch beim internationalen Sportgerichtshof CAS gegen die Entscheidung der Fifa keinen Erfolg haben. In Köln ist man davon natĂŒrlich wenig begeistert.

„Die Fifa hat aus unserer Sicht ein komplett absurdes Urteil ohne jede Grundlage getroffen“, schimpft GeschĂ€ftsfĂŒhrer Christian Keller gegenĂŒber der ‚Bild‘. Dem Weltverband zufolge soll sich der FC bei der Verpflichtung von Jaka Cuber Potocnik im Januar 2022 der Anstiftung zum Vertragsbruch schuldig gemacht haben. Der heute 17-JĂ€hrige hatte damals seinen Kontrakt bei Olimpija Ljubljana aufgelöst und war ablösefrei gewechselt.


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Der Vize-PrĂ€sident des slowenischen Klubs, Christian Dollinger, hatte sich beim Boulevardblatt folgendermaßen geĂ€ußert: „Wir wollten die Angelegenheit eigentlich friedlich lösen und waren deshalb letztes FrĂŒhjahr in Köln. Wir waren sehr ĂŒberrascht, dass das auf kollegialer Klub-Ebene dann nicht möglich war.“ Köln habe sich danach nicht mehr gemeldet: „Kein Gegenangebot, keine Reaktion. Es herrschte einfach Funkstille. Von da an war fĂŒr uns klar, dass wir bei der FIFA Klage einreichen werden.“

Keller widerspricht Dollinger

Eine Darstellung, die Keller so nicht stehenlassen will: „Da wĂŒrde ich gerne mal hinterfragen, ob manche in der Zeitung nicht eine riesige Scheiße erzĂ€hlen. Es gab ein Treffen, das war am 30. August 2022, nicht irgendwann im Juli. Zugegen war Herr Dollinger als VizeprĂ€sident und Herr Delius als PrĂ€sident. Das GesprĂ€ch ging nicht 20 bis 25 Minuten, sondern fast 1,5 Stunden.“

Außerdem hĂ€tten die Geißböcke die Sache auch nach dem GesprĂ€ch weiter verfolgt: „Im Nachgang haben sie sich fĂŒr das tolle GesprĂ€ch und die AtmosphĂ€re schriftlich bedankt und sie haben ein Angebot vom FC erhalten, um die Sache gĂŒtlich zu einigen. Das Angebot haben sie abgelegt und dann Klage eingereicht. Das ist die Wahrheit und alles andere ist Schwachsinn. Das wurde auch alles schriftlich hinterlegt“, so Keller zur ‚Bild‘.

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Der muss sich nun mit dem drohenden Szenario auseinandersetzen, dass Köln in der Saison 2023/24 keine Spieler verpflichten darf. Ein Einspruch wurde von Klubseite bereits angekĂŒndigt. Dollinger und Ljubljana glauben aber nicht, dass das von Erfolg gekrönt sein wird: „Ich gehe davon aus, dass die Fifa das Urteil so gut begrĂŒndet hat, dass es auch in der nĂ€chsten Instanz standhĂ€lt und die Berufung des 1. FC Köln vor dem CAS keinen Erfolg haben wird“, sagte er dem ‚Kölner Stadt-Anzeiger.

FĂŒr den FC stellt sich die Frage, wie es in dem Fall weiter geht. Anstatt auf NeuzugĂ€nge mĂŒsste auf eigene Jugendspieler gesetzt werden. WĂŒrde der erfolgreiche Trainer Steffen Baumgart diesen Weg mitgehen? „Sie können ihn ja selbst fragen. Zum einen kennt der Trainer alle HintergrĂŒnde. Und zum Zweiten hat ein Fifa-Urteil sicher keinen Einfluss auf die Motivation unseres Trainers“, so Keller zur ‚Bild‘.