96 bleibt wieder ohne Biss: "Das Gefühl kennen wir ja schon"

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Die Saison von Hannover 96 trudelt aus und die Niedersachsen bemühen sich um einen erfolgreichen Abschluss. Doch bei Aufstiegsaspirant Holstein Kiel setzte es die sechste Niederlage in den letzten sieben Spielen. Zwar war den Roten wieder einmal der kämpferische Aufwand nicht abzusprechen, doch die Belohnung blieb nicht zum ersten Mal in dieser Saison aus.

"Hätte auch anders laufen können"

Ein Treffer von Fin Bartels in der 44. Spielminute genügte den Störchen im Nachholspiel, um Hannover 96 einmal mehr in den letzten Wochen auf die Bretter zu schicken. "Wir haben heute 97 Minuten lang alles rausgehauen. Das Spiel hätte auch anders laufen können", sah Ex-KSV-Stürmer Marvin Ducksch jedoch eine ausgeglichene Partie zwischen dem Aufstiegsaspiranten und dem ambitionierten Klub aus Niedersachsen. Eine Sympathie für die Kieler, wo Ducksch einst der Zweitliga-Durchbruch mit 18 Toren in einer Saison gelang, konnte der 96-Stürmer nicht von der Hand weisen. Doch ein Sieg mit Hannover wäre dem 27-Jährigen lieber gewesen: "Ich hätte mir gewünscht, dass wir heute das Spiel gewinnen und Kiel dann die restlichen drei, um aufzusteigen, aber das wurde heute leider nichts."

Denn so droht Hannover ein unrühmlicher Abschluss der Saison. In den letzten sieben Spielen gingen die Niedersachsen sechs Mal als Verlierer vom Platz – nur gegen Regensburg konnte Hannover zuletzt gewinnen. Erst seit dem letzten Wochenende haben die Roten den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga rechnerisch sicher, was jedoch nicht auf das Konto der eigenen Leistung ging. Trotz der bisher schwachen Serie zu Saisonschluss versprach Cheftrainer Kenan Kocak: "In den letzten zwei Spielen werden wir noch einmal versuchen, uns zu belohnen."

96 fehlt wiederholt die Konstanz

Danach wird der Hannoveraner Übungsleiter das Zepter an Nachfolger Jan Zimmermann übergeben. Dieser wird sich vor allem mit der Konstanz der 96-Spielweise beschäftigen, an der sich die Akteure gegen Kiel zum wiederholten Mal selbst den Zahn ausbissen. "In der zweiten Hälfte waren wir drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen. Aber das Gefühl kennen wir ja schon die ganze Saison über", ärgerte sich Kocak darüber, dass Hannover immer wieder an denselben Dingen scheitert. Ein "Riesenkompliment" sprach dagegen Innenverteidiger Timo Hübers dem Gegner angesichts des straffen Programms aus – und kritisierte die eigene Leistung ebenfalls: "Tatsächlich haben wir nicht die allergrößten Chancen gehabt, aber trotzdem wäre am Ende mehr drin gewesen."

Hannover sehnt sich das Saisonende herbei, um einen Neustart in der kommenden Spielzeit anzugehen. Dann aber nicht nur ohne Kenan Kocak an der Seitenlinie, sondern wohl auch ohne Holstein Kiel als Liga-Konkurrent. Denn der derzeitige 96-Coach legte sich fest: "Wer solche Spiele gewinnt, der steigt auch auf."

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