2. Bundesliga: Werder steigt auf - Der HSV zittert sich in die Relegation! | OneFootball

2. Bundesliga: Werder steigt auf - Der HSV zittert sich in die Relegation!

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Während der FC Schalke 04 die Zweitliga-Meisterschaft feiern darf, ist auch Werder Bremen direkt in die Bundesliga aufgestiegen. Der Hamburger SV hat indes spät den Relegationsplatz erobert, der SV Darmstadt konnte seinen Kantersieg somit nicht veredeln.

Traumtor von Zalazar - Schalke ist Meister

Der 1. FC Nürnberg zeigte gegen den FC Schalke 04 einen engagierten Start. In der vierten Minute hatte Lukas Schleimer die erste Chance, der Ball ging knapp am Pfosten vorbei. Die Gäste fielen indes mit einer geringen Ballsicherheit auf und spielten einige Fehlpässe. Trotz der Nürnberger Dominanz machte Schalke das erste Tor: Nach einer Balleroberung am eigenen Strafraum sah Rodrigo Zalazar, dass FCN-Keeper Carl Klaus zu weit vor seinem Tor stand. Der Offensivspieler zog aus 58 Metern ab und brachte den Ball präzise im Netz unter – 1:0 Schalke (16.). Nürnberg blieb am Drücker, fand aber keine Mittel gegen die kompakte Defensive der Gäste, die insbesondere bei Kopfballduellen die Oberhand behielt. Kurz vor der Halbzeitpause stellte Darko Churlinov Klaus auf die Probe, der parierte (44.). Somit blieb es zur Pause bei der 1:0-Führung für Schalke.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte war Nürnberg aktiver. Die erste Top-Chance hatte Tom Krauß in der 53. Minute, Ralf Fährmann entschärfte den Abschluss. Die Hausherren probierten es immer wieder, doch Enrico Valentini traf nur die Latte (64.) und Nikola Dovedan scheiterte an Fährmann (69.). Schalke ließ den FCN weiter gewähren, das Eis wurde mit zunehmender Dauer aber dünner. Schleimer erzielte in der 86. Minute den Ausgleich, die Meisterschaft war für Schalke kurz in Gefahr - Simon Terodde traf jedoch 97 Sekunden später zur erneuten Führung und erzielte obendrein sein 30. Saisontor. Bis zum Schlusspfiff behielt der S04 die Führung und feierte damit den Zweitliga-Triumph.

Werder macht alles klar

Werder Bremen setzte im Heimspiel gegen Jahn Regensburg das erste Ausrufezeichen. Nachdem Mitchell Weiser in der siebten Minute ein Abseitstor erzielte, gingen die Grün-Weißen drei Minuten später in Führung:  Am Ende einer ansehnlichen Passstafette traf Niclas Füllkrug per strammem Abschluss aus knapp 16 Metern zum 1:0 (10.). Die Regensburger bemühten sich darum, das Spiel offen zu gestalten, Bremen wirkte vor dem Tor aber gefährlicher. Füllkrug (18.) und Marvin Ducksch (20.) hatten zwei weitere Chancen und verpassten das 2:0. Auf der anderen Seite wäre Mitchell Weiser beinahe ein Eigentor unterlaufen, Jiri Pavlenka war zur Stelle (22.). Nicklas Shipnoski hatte in der 35. Minute einen Abschluss aus der zweiten Reihe, der knapp am kurzen Pfosten vorbeirauschte. Noch knapper setzte Andreas Albers seinen Schuss daneben (37.). Die Gäste wurden zum Ende der ersten Halbzeit besser, verpassten aber den Ausgleich vor dem Pausenpfiff.

Regensburg kam engagiert aus der Kabine, hatte aber Pech, dass Shipnoski vor dem Abschluss aus wenigen Metern wegrutschte (46.). Der Ball ging jedoch auf der anderen Seite über die Linie: Romano Schmidt setzte sich an der Grundlinie durch und legte den Ball auf Marvin Ducksch – 2:0 (51.). Marco Friedl hatte eine weitere Chance und verpasste das Tor (55.), Niklas Schmidt scheiterte ebenfalls (67.), auch Bittencourt brachte den Ball nicht ins Netz (69.). Das 3:0 war zu diesem Zeitpunkt überfällig. Werder Bremen ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und feierte die Bundesliga-Rückkehr.

Schonlau und Kaufmann erlösen den HSV

Nach etwas mehr als einer Minute hätte der Hamburger SV beinahe den ersten Nackenschlag kassiert. Nach einer Hereingabe von der rechten Außenbahn kam Lukas Fröde zum Kopfball, der nur die Latte touchierte (2.). Die erste Chance für den HSV hatte Sebastian Schonlau, dessen Kopfball aber keine Gefahr darstellte (8.). Nur fünf Minuten später veredelte Hansa dann einen Angriff: Nach einem Steckpass in die Tiefe legt John Verhoek den Ball quer, Nico Neidhart brachte ihn am zweiten Pfosten über die Linie – 1:0 (13.). Wenige Augenblicke später hatte Hamburg die Chance auf den Ausgleich, Miro Muheim schoss den Ball aber am Tor vorbei (15.). Die Hausherren blieben derweil nach Umschaltsituationen gefährlich und stürmten mit hohem Tempo in die gegnerische Hälfte. Der HSV fand indes selten Lösungen gegen unangenehme Rostocker, die in der 33. Minute eine gute Chance durch John Verhoek hatten (33.). Weil der HSV bis zur Halbzeit ungefährlich blieb, war die Mannschaft von Tim Walter zur Halbzeitpause mächtig unter Zugzwang.

Umso wichtiger war der frühe Ausgleich: In der 50. Minute flankte Mario Vuskovic den Ball in den Strafraum, Robert Glatzel köpfte das Rund ins Tor. Die mitgereisten Fans nahmen ihren Spielern allerdings das Momentum, aufgrund von gezündeter Pyrotechnik wurde die Partie für einen kurzen Moment unterbrochen. Nach Wiederbeginn hatte Svante Ingelsson die große Chance zur erneuten Rostocker Führung, doch Daniel Heuer Fernandes hielt den HSV im Spiel (53.). In der 63. Minute hatte Kittel eine Großchance zur Führung, setzte den Ball aber knapp am Kasten vorbei. Nichtsdestotrotz wurde Hamburg mutiger und passsicherer und belohnte sich in der 75. Minute: Sebastian Schonlau köpfte eine scharfe Hereingabe in die Maschen. In der 85. Minute machte Mikkel Kaufmann alles klar, die Leihgabe vom FC Kopenhagen traf per Schlenzer zum 3:1. Zwar verkürzte Fröde in der Nachspielzeit auf 2:3, der HSV hielt dem Druck jedoch stand und gab Platz drei nicht mehr aus der Hand.

Darmstadt verpasst trotz Sieg den Relegationsplatz

Der SV Darmstadt feierte gegen den SC Paderborn einen Start nach Maß. Tim Skarke spielte nach einem langen Einwurf einen Doppelpass mit Phillip Tietz, der trockene Abschluss aus 16 Metern landete im unteren linken Toreck – 1:0 (2.). Die Hausherren begannen furios, nach acht Minuten hatte Florent Muslija aber eine gute Chance für Paderborn – Marcel Schuhen parierte. Nach einer knappen Viertelstunde wurde die Partie offener. Tietz hatte die große Chance auf das 2:0, als er nach mehreren Gegenspielern auch SCP-Keeper Jannik Huth umkurvte, der den Einschlag aber noch verhinderte (19.). Wenig später klingelte es dann allerdings: In der 25. Minute brachte Tobias Kempe den Ball in den Strafraum, Luca Pfeiffer hielt den Fuß hin und ließ Huth keine Chance – 2:0. Noch vor der Halbzeit erhöhte Darmstadt auf 3:0, Tietz legte den Ball für Pfeiffer ab, der sauber verwandelte (37.). Kurz zuvor scheiterte Kai Pröger an Schuhen, der das Paderborner Anschlusstor verhinderte (36.). Die 3:0-Führung bedeutete zur Halbzeit den Relegationsplatz, allerdings hatte Darmstadt noch 45 Minuten zu überstehen und blieb auf die Schützenhilfe von Hansa Rostock angewiesen.

Paderborn hätte nach Wiederbeginn beinahe auf 1:3 verkürzt, Schuhen rettete gegen Julian Justvan und Philipp Klement (46.). Die Hausherren begannen, die Führung zu verwalten, Paderborn blieb aber auf der Hut. Auf beiden Seiten wurden Chancen immer rarer, das vermeintliche 4:0 durch Pfeiffer wurde indes wegen einer Abseitsstellung zurückgenommen. Darmstadt ließ nichts mehr anbrennen, der 3:0-Erfolg genügt wegen des Auswärtssiegs des Hamburger SV bei Hansa Rostock aber nicht für den Relegationsplatz.

Die weiteren Ergebnisse in der Übersicht

FC St. Pauli vs. Fortuna Düsseldorf: 2:0

Dynamo Dresden vs. Erzgebirge Aue: 0:1

1. FC Heidenheim vs. Karlsruher SC: 2:0

Hannover 96 vs. FC Ingolstadt: 3:2

SV Sandhausen vs. Holstein Kiel: 3:1

Was die Resultate für das Aufstiegsrennen bedeuten

Mit 65 Punkten bleibt der FC Schalke 04 auch nach diesem 34. Spieltag an der Tabellenspitze und feiert die Zweitliga-Meisterschaft. Direkt dahinter behält Werder Bremen mit 63 Zählern den zweiten Platz, damit steigen auch die Grün-Weißen direkt auf. Der Hamburger SV und der SV Darmstadt haben jeweils 60 Punkte auf ihrem Konto, der HSV darf jedoch aufgrund der deutlich besseren Tordifferenz (+32 vs. +25) in die Relegation. Darmstadt spielt somit auch in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga.

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