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·3. November 2022

1:0! Trabzonspor sichert sich das Trostpflaster Conference League

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Die Europapokal-Saison 2022/23 geht für Trabzonspor im Sechzehntelfinale der Conference League weiter. Nach dem 1:0 gegen das bereits für die nächste Runde qualifizierte Ferencváros beendet der türkische Meister die Gruppenphase der Europa League mit neun Punkten auf dem dritten Rang. Trotz des eigenen Erfolgs reichte es für die Bordeaux-Blauen aufgrund des zeitgleichen Sieges der AS Monaco denkbar knapp nicht für ein Weiterkommen in der Europa League. Die Auslosung des Conference-League-Sechzehntelfinales findet am Montag in Nyon statt.

Für die letzte Begegnung der Europa-League-Gruppenphase sah Trainer Abdullah Avcı keine Gründe, von seiner präferierten 4-2-3-1-Formation abzurücken. Angeführt von Torhüter und Kapitän Çakır, verteidigten Elmalı, Bartra, Vitor Hugo sowie Stryger Larsen in der Viererkette. Auf der Doppelsechs erhielten Siopis und Hamšík den Vorzug, während Bakasetas im offensiven Mittelfeld hinter Stürmer Yazıcı auflief. Ergänzt wurde die Startelf der Bordeaux-Blauen von Trezeguet und Ömür auf den Außenpositionen im Mittelfeld.

Dominante Hausherren

Was das Weiterkommen angeht, war bereits vor Beginn klar, dass Trabzonspor auf Schützenhilfe von Roter Stern Belgrad im Duell mit der AS Monaco angewiesen sein würde. Um aber zumindest die eigene Aufgabe zu erfüllen, agierte die Truppe von der Schwarzmeerküste von Anfang an leidenschaftlich, wofür man bereits in der siebten Minute belohnt wurde: Trezeguet legte auf den an der Strafraumgrenze lauernden Bakasetas ab, der per Direktabnahme draufhielt und den Ball mithilfe des Innenpfostens zum 1:0 im Netz der Gäste aus Ungarn versenkte. Mit neuem Selbstvertrauen ausgestattet, machte Trabzonspor mit viel Energie weiter, was wenige Zeigerumdrehungen nach dem Führungstreffer in einen Pfostenschuss von Trezeguet mündete (13.). Während die Bordeaux-Blauen mit einer hohen Intensität zu Werke gingen, war Ferencváros anzumerken, dass die Luft ein wenig raus war, nachdem den Ungarn der Gruppensieg schon vor der Partie nicht mehr zu nehmen war. Mitte des zweiten Durchgangs legte Trabzonspor dem Spielverlauf entsprechend beinahe den zweiten Treffer nach, doch ein platzierter Kopfball von Bartra nach Bakasetas-Ecke wurde kurz vor der Linie in Person von Mittelfeldspieler Laïdouni noch am Einschlag im Gehäuse gehindert (23.). Erst nach etwas mehr als einer halben Stunde fand langsam auch Ferencváros besser in die Begegnung, dennoch blieb der amtierende Süper-Lig-Champion auch bis zum Pausenpfiff beim Stand von 1:0 die klar überlegene Mannschaft.

Zähe zweite Halbzeit

Nach Wiederanpfiff sahen die Zuschauer im Medical Park Stadyumu eine zerfahrene Phase ohne Highlights. In der 55. Minute kam dann erstmals im zweiten Durchgang ein Hauch von Torgefahr auf, als Bakasetas versuchte, eine Hereingabe von der rechten Seite zu verarbeiten. Allerdings blieb es beim Versuch, da der Grieche bei der Ballannahme ungewohnte technische Mängel offenbarte. Selbiges war kurz darauf Yazıcı zu attestieren, dem das runde Leder bei einem Schuss aus der Drehung heraus über den Schlappen rutschte (57.). Abgesehen von diesen beiden – wenn überhaupt – Halbchancen plätscherte die Begegnung mehr und mehr vor sich hin. Diese Entwicklung registrierte auch Trainer Avcı, der sich nach etwas mehr als einer Stunde neue Impulse durch einen Doppelwechsel erhoffte. Vorzeitig beendet war der Arbeitstag für Hamšík und Yazıcı, eingewechselt wurden Gbamin sowie Djaniny. Zunächst verpufften die personellen Anpassungen jedoch ohne Effekt, was Trabzonspor zu einem weiteren zweifachen Wechsel bewegte: Bardhi kam für Torschütze Bakasetas, anstelle des leicht angeschlagenen Ömür durfte sich Ünüvar beweisen. Doch auch danach blieben weitere Großchancen auf beiden Seiten aus, sodass sich am 1:0 für Trabzonspor nichts mehr änderte. Am Ende der Gruppenphase lässt sich aus Sicht der Bordeaux-Blauen festhalten, dass man sich in der Europa League mit drei Siegen und Highlights wie dem 4:0 gegen Monaco vor drei Wochen durchaus ordentlich verkauft hat. Zudem wurde immerhin das Minimalziel Conference League erreicht.

Vor der WM-Pause hat Trabzonspor noch zwei Süper-Lig-Partien vor der Brust. Den Anfang macht am Sonntag das Heimspiel gegen Konyaspor, bevor am 14. Spieltag die Reise in die Hauptstadt Ankara ansteht. Dort gastieren die Bordeaux-Blauen bei Aufsteiger Ankaragücü.

Foto: Ozan Kose / AFP via Getty Images

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